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Das Sony GPS CS1 K im Einsatz

Die Fototage in Pöllau waren ein willkommener Anlass, das GPS CS1K wieder einmal in der harten Praxis zu testen. Sieben Tage hat mich das Gerät in Verbindung mit meiner Kamera auf meinen Fotoexkursionen begleitet und dabei die Positionen aller, in dieser Zeit entstandenen Fotos aufgezeichnet. Während der Fotoarbeit bekommt man davon allerdings nichts mit und das kleine Ding am Kamerariemen wird somit auch bald vergessen. Erst am Abend bzw. beim Einspielen der Bilddaten in den Computer werden diese mit den GPS Daten vernetzt und bilden eine Einheit.

Inbetriebnahme

Als erstes kommen die Batterien ins GPS CS1K, danach wird es, so mache ich es jedenfalls, am Kamerariemen befestigt, damit es immer mit dabei ist und man es nicht vergisst. Ebenso könnte man es natürlich in die Foto-jacke stecken oder an einem sonstigen Foto-Utensil befestigen, direkt am Kamerariemen gefällt es mir allerdings am besten.

Erfassen der Daten

Das Sony GPS-CS1-Gerät ist ein GPS-Logger, das heisst, es hält in einem Log-File fest, wo ich mich gerade aufhalte. Einige Male pro Minute wird die geografische Position mit der entsprechenden Aufnahmezeit festgehalten. Voraussetzung dazu ist, dass der Empfang von Satellitendaten möglich ist. Das geht natürlich nur unter freiem Himmel, in den meisten Situationen wohl auch kein Problem.

Anzeigen am Gerät

Das CS1K hat kein Display, über drei LED’s wird aber der Betriebszustand angezeigt. über einmaliges oder zweimaliges Blinken einer LED wird zusätzlich angezeigt, ob Satellitendaten empfangen werden.

Übertragen der Daten

Über die USB-Schnittstelle werden die LOG-Files nach der Fotoarbeit zum PC übertragen. Die Eintragung der GPS-Daten mache ich nun mit dem mitgelieferten Sony Programm und zusätzlich für den Test mit dem ‘locr GPS Photo’ (Freeware, Download möglich unter www.locr.com). Dieses Programm habe ich schon vorab erprobt. Es bietet andere Möglichkeiten als die mitgelieferte Sony-Software, wobei diese in der Darstellung wiederum Vorteile bietet. Mit ‘Fotos hinzufügen’ werden die Fotos, die man bearbeiten will, geladen (nur für JPG-Dateien möglich). Mit ‘GPS Tracks hinzufügen’ werden die LOG-Files geladen.

Das Programm liest nun die Aufnahmezeit des Fotos aus den EXIF-Daten und prüft, ob für diese Zeit eine Eintragung im LOG-File vorhanden ist. Wenn ja, wird die Zeile mit den Daten des Fotos grün angezeigt. Klickt man dann auf ‘Automatisches Geotagging’, werden diese Fotos zunächst in einen Unterordner mit Namen ‘Backup’ ge-sichert. Im Original-JPG-File wird dann eine GPS-Sektion in den EXIF-Daten angelegt und in dieser die Positions-daten gespeichert.

Für jenes Bildaterial, welches in den LOG-Files ohne Positionsdaten ist
(also z.B. für Fotos in Innenräumen) füge ich diese manuell ein, damit alles komplett ist.

Wie werden die Daten dargestellt?

In der GPS-Sektion der EXIF-Daten werden nur die geographischen Positionsdaten eingetragen (also z.B. Nördlicher Breitengrad, Breite 47,18′ 8.93″, östlicher Längengrad, Länge 15,49′ 59.59″). Mit dem Programm PhotoMe (Freeware) können diese Daten dann in eine Ortsangabe ¸umgesetzt werden (also z.B. “1 km westlich von Pöllau, Steiermark, Österreich”). Auch dafür ist wieder eine Internet-Verbindung erforderlich. Ein Programm, mit dem diese Ortsangaben in die EXIF- oder IPTC-Daten eingetragen werden können, habe ich bisher nicht gefunden. Eine manuelle Eintragung ist natürlich möglich.

Arbeiten mit vernetzten Bildern

Im Sony Picture Motion Browser werden Bilder, die GPS-Daten enthalten, durch ein Weltkugel-Symbol in der unteren rechten Ecke gekennzeichnet. Nun kann man beliebig Bilder aus-wählen (auch mehrere auf einmal). Nach einem Rechtsklick mit der Maus kann man im Menü ‘Kartenansicht’ anklicken. In der Kartenansicht wird dann für jedes ausgewählte Foto mit einem Markierungs-Symbol die Aufnahmeposition dargestellt.

Dafür ist allerdings eine Internet-Verbindung erforderlich. Ebenso wie in locr kann man den Kartenausschnitt auch vergrössern oder verkleinern. Nun kann man z.B. mit Anklicken der Druck-Taste die Bildschirm-Darstellung in den Zwischenspeicher kopieren und dann in einem Bildbearbeitungsprogramm (ich mache das mit Corel Photo Impact) den Zwischenspeicherinhalt als neues Bild einfügen und zur Veranschaulichung einer Reiseroute als JPG abspeichern und in einer Diaschau verwenden.

[warning] Wichtiger Nachsatz

Von Zeit zu Zeit muß unbedingt überprüft werden, ob Datum und Uhrzeit in der Kamera richtig eingestellt sind. Nachdem das System darauf aufbaut, ist diese Zeitgenauigkeit wesentlich für die exakte Standortsicherung und Bildpositionierung. [/warning]

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